SheevaPlug nun auch in Europa

Geschrieben von alxs am in Embedded Linux

Das SheevaPlug ist einfach gesagt ein Linux-Computer im “Steckernetzteil-Format”. Im Inneren werkelt eine 1,2 GHz ARM CPU mit 512MB RAM, 512MB Flash, USB 2.0 Anschluss, Ethernet und einem SD-Kartenleser. Das Ganze gibt es nun für 99,95EUR bei PlugComputer.eu auch in Europa.

Ich hatte das Vergnügen, den SheevaPlug bereits beim Bausteln oder auf dem 26C3 in Aktion zu sehen. Das kleine Kästchen eignet sich eigentlich für alle Serveranwendungen, die auf einen Monitor verzichten können. Von vielen wird der SheevaPlug bereits als “NSLU-2 Killer”, also als Fileserver mit externer Festplatte, gehandelt.

Ein HA-Cluster aus SheevaPlugs wäre doch mal ein interessantes Projekt.

Eine erste deutschsprachige Seite mit Projekten  rund um den Stecker findet man übrigens unter sheevaplug.de.

Gumstix bestellt und schon fast da

Geschrieben von alxs am in Uncategorized

Ich hatte ja bereits über die Gumstix Platform berichtet. Gestern nun habe ich ein Overo Air Board nebst IO-Board und Touch Display bestellt. Die Versnadkosten nach Deutschland beginnen bei $43. Für 50$ bekommt man die Super-High-Speed Variante. Da der Unterschied nicht so gewaltig ist, hab ich mich dafür entschieden. Es hat keine 15 Minuten gedauert und ich bekam die Versandbestätigung. Mittlerweile (nicht einmal einen Tag später und am Samstag!) ist die Lieferung bereits in Deutschland und vom Zoll freigegeben. Faszinierend, wie schnell so etwas gehen kann (auch wenn es bei UPS heisst: “Ausnahme – Pünktlich”).

Weiteres an dieser Stelle in Kürze…

Auf der Suche nach einem Grundsystem für die Open Capture Platform

Geschrieben von alxs am in Android, Embedded Linux, Open Capture Platform

Wenn man eine Plattform wie die von mir beschriebene Open Capture Platform schaffen möchte, benötigt man zunächst ein Grundsystem. Damit meine ich Prozessor, Speicher und was dazu gehört. Hier kann man entweder komplett bei Null beginnen oder schauen, ob es bereits fertige Komponenten gibt.

Zunächst stellt sich jedoch eine ganz andere Frage. Wie viel “Power” braucht man? Was soll darauf laufen? Reicht es einen eigenen kleinen Kern zu schreiben oder nimmt man ein Vollständiges Betriebssystem wie Linux oder Windows CE/Embedded? Auch Android könnte eine interessante Alternative sein. Der Vorteil der Betriebssysteme ist, dass man schon vieles fertig bekommt. Möchte man später z.B. eine Datenbank auf dem Gerät am Laufen haben, bietet sich Linux an, für das es ja viele fertige Lösungen gibt.

Ich möchte zunächst ein fertiges System mit Linux oder vielleicht Android probieren. Es gibt mittlerweile viele fertigen Systeme, die auf der ARM-Platform basieren und mit Linux betrieben werden können. Warum sollte man also hier etwas neues kreieren? Schon vor Jahren habe ich ein wenig mit der Gumstix Plattform herumgespielt. Ich fand es damals schon faszinierend, wie man ein komplettes System auf einem so kleinen “Kaugummi” unterbringen kann. Nun gibt es seit kurzer Zeit die neue Overo-Linie, die sogar schon WiFi und Bluetooth mitbringt. Die technischen Daten sind vielversprechend. Die Boards sind nicht grösser als eine AA Batterie. Darüber hinaus sind die Schaltpläne unter der CC Lizenz erhältlich. Es gibt bereits fertige Boards und ein nettes 4,3″ Display mit Touch-Unterstützung.

Was mich bei den neuen Overo-Boards am Meisten interessiert ist der Strombedarf mit Display, WiFi oder Bluetooth. Entsprechende Daten sind schwer zu finden. Um dieses herauszufinden und zu sehen, ob dies ein guter oder schlechter Kandidat für das Basissystem darstellt, werde ich mir so ein System bestellen und berichten.

Idea for an open platform for mobile ID capturing

Geschrieben von alxs am in Logistik, Open Capture Platform, Zugangskontrolle

Idea for an open platform for mobile ID capturing
In my dayjob I’m working a lot with identification and access control on events.
I’m using a lot of different technologies. Dependend on the budget and customer demands we are using 1D or 2D barcodes. In some cases we’ve also used RFID tags. In any case we are using mobile devices for capturing IDs.
In the last few years I’ve learned that the mobile capturing devices are the compontents that are responsible for the most problems that occur. Some common flaws are:
- Generally short battery life
- WiFi is consuming a lot of power
- Connection problems or short range of wireless links
- Restricted or proprietary software interfaces
- Small or no display
- Not enough indicators like LEDs or sound playback capabilities
- Slow bluetooth connection setup
- Unstable OS
- Ugly user interface/user experience
- Short range for contactless reading of tags (RFID)
- Bad resolution for barcode reading
I’m only looking at devices, that can be “freely” customized by using some kind of software development kit (SDK).
Many of them do have interesting capabilities. Some devices are available with different captureing and communication modules. In most cases you have to choose these modules when getting the device and cannot change them afterward. A commonly used operating system is Windows Mobile/CE. Other devices have a proprietary or even no operating system. Very often the API for these devices is not well documented or functionality is missing. There is no way to implement it yourself.
Other problems occur when you try to integrate a mobile device into a bigger system. Some manufacturer offer server components that may not fit into your environment and the protocols that are used are not always documented.
Ein wesentlich schwerwiegender Faktor in meinen Augen ist jedoch, dass viele Geräte schlicht zu teuer sind, um sie in grossen Stückzahlen bei Projekten mit kleinen Budgets einzusetzen. Entweder der Funktionsumfang ist eingeschränkt oder man zahlt für ein Gerät deutlich über 1.000 Euro.
Schon längere Zeit stelle ich mir die Frage: Warum nicht selber machen?
Wie bereits erwähnt gibt es bereits eine Vielzahl von Herstellern und Geräten, die sich in diesem Markt tummeln und die ihrerseits Mannschaften von Entwicklern beschäftigen. Auch wenn ich schon (sehr gerne) mit embedded Systemen gearbeitet habe, ist meine Haupttätigkeit das Schreiben von Software. Deshalb ist eine kommerzielle Entwicklung nicht sinnvoll.
Allerdings gibt es bereits eine Vielzahl von interessanten “Open Platform” Projekten. Als Beispiele möchte ich hier oBiCo nennen. Aber auch im Bereich der ID Erfassung gibt es interessante offene Projekte, die sich mit dem eigentliche Erfassen beschäftigen. Hier ist OpenPCD ein bekanntes Projekt.
Was könnten die Ziele einer offenen Plattform für die ID Erfassung sein?
Einige Überlegungen hierzu:
Frei zugängliche (dokumentierte) Hardwareplattform
Frei zugängliche Softwarekomponenten, die sowohl auf der Hardware, als auch auf Server- oder Desktop-Systemen laufen (sofern für das Projekt erforderlich)
Modularität bzw. gut dokumentierte Hardwareschnittstellen, so dass einzelne Komponenten ausgetauscht werden können (Lese- oder Kommunikationsmodule)
Es könnte so eine Plattform entstehen, die dazu genutzt werden kann, mit Techniken zur ID Erfassung “herumzuspielen”, Dinge auszuprobieren. So könnte man beispielsweise die Frage untersuchen, ob WLAN, Bluetooth, Zigbee oder irgend eine vollkommen andere Technologie in einem bestimmten Anwendungsfall geeignet ist. Es ist beispielsweise nicht festgeschrieben, dass eine solche Lösung nur lesen können muss. Auch ein “Kartenemulator” wäre eine interessante Ergänzung.
Eine schwierige Frage ist, wie in allen “offenen” Projekten, die Frage nach der Kommerzialisierung. Es kann interessant werden, Ergebnisse auch kommerziell zu verwenden. Oder es werden Konfigurationen für interessierte Bastler angeboten. Dies sollte ebenfalls möglich sein. Es ist jedoch noch viel zu früh, diese Frage anzugehen.
Ich werde in der nächsten Zeit ein paar Überlegungen anstellen, wie eine solche Plattform aussehen könnte.
Was ist eure Meinung zu diesem Thema?

In my day job I’m working with identification and access control on events.

I’m using a lot of different technologies. Dependent on the budget and customer demands we are using 1D or 2D barcodes. In some cases we’ve also used RFID tags. In most cases we are using mobile devices for capturing IDs.

In the last few years I’ve learned that mobile capturing devices are the components that are responsible for the most problems that occur. Some common flaws are:

  • Generally short battery life
  • WiFi is consuming a lot of power
  • Connection problems or short range of wireless links
  • Restricted or proprietary software interfaces
  • Small or no display
  • Not enough indicators like LEDs or sound playback capabilities
  • Slow Bluetooth link setup
  • Unstable OS
  • Bad user interface/user experience
  • Short range for contactless reading of tags (RFID)
  • Bad resolution for barcode reading

I’m only looking at devices, that can be “freely” customized by using some kind of software development kit (SDK).

Many Devices do have interesting capabilities. Some of them are available with different capturing and communication modules. In most cases you have to choose these modules when getting the device and cannot change the configuration later. A commonly used operating system is Windows Mobile/CE. Some devices have a proprietary or even no operating system. Very often the API for these devices is not well documented or functionality is missing. There is no way to implement missing functionality by yourself.

Other problems occur when you try to integrate a mobile device into a bigger system. Some manufacturer offer server components that may not fit into your environment and the protocols that are used are not always documented.

In my opinion a serious issue is the amount you have to pay for the devices and SDKs. Often it is too expensive to use a larger quantity of devices in a project with small budget. You have to pay more than 1,000 Euro for most mobile capturing devices.

For some time I’m asking myself: Why not build an own capturing device?

There are a lot of manufacturer that build these devices with a lot of engineers. Also I’ve already built some smaller embedded systems and liked it my focus is on developing software. So I will not be able to build a commercial product.

However there are already a lot of interesting “open platform” projects. As an example I want to mention oBiCo or OpenPCD which already is an open platform for a RFID reader.

Possible objectives for an open platform of this kind could be:

  • Free accessible and documented hardware platform
  • Free accessible and documented software components that run on the hardware platform as well as on server and desktop systems (if a project need this functionality)
  • Modularity of hardware components and well documented interfaces so components can be changed (e.g. capturing or communication module)

It would be possible to create a platform that could be used to evaluate technologies for capturing of IDs. For example you could examine if WiFi, Bluetooth, Zigbee or any other communication technology fits the needs of a certain project. Or it may be interesting to add an RFID tag emulator.

An important question like in any “open” project is how to handle commercial usage of the results. It could be interesting to use the results in a commercial way or to offer parts and components for people who would like to concentrate on the software of the system. But at the moment it is much too early to think about this perspective in detail.

In the next time I will start to think about who to realize this idea.

What’s your opinion on this?

Idee für eine offene Plattform zur mobilen ID Erfassung

Geschrieben von alxs am in Logistik, Open Capture Platform, Zugangskontrolle

In meinem Beruf habe ich unter Anderem viel mit dem Erfassen und der Zutrittskontrolle von Personen auf Veranstaltungen zu tun.

Dabei kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Je nach Budget und Kundenwunsch werden 1D oder 2D Barcodes verwendet. In einigen Fällen kommen sogar RFID-Tags mit den entsprechenden Lesegeräten zum Einsatz.

In den letzten Jahren habe ich festgestellt, dass die mobilen Erfassungsgeräte die am meisten Probleme verursachende Komponente darstellen. Hier eine kleine Auswahl der Schwachstellen:

  • Allgemein geringe Akkulaufzeit
  • WLAN verbraucht unheimlich viel Strom
  • Verbindungsprobleme bei drahtloser Kommunikation bzw. geringe Reichweiten
  • Programmierschnittstellen eingeschränkt/Proprietär
  • Kleines oder kein Display
  • Zu wenig Indikatoren (LED, Sound)
  • Langsame Bluetooth-Module
  • Betriebssystem instabil
  • Benutzerinterface (UI) sehr rudimentär
  • Reichweite von Lese-Einheiten (besonders bei RFID)
  • Auflösung von Lese-Einheiten (besonders bei Barcode)

Es gibt am Markt eine Vielzahl von Geräten, wobei ich nur diejenigen betrachte, die sich durch ein Software Development Kit (SDK) “frei” Programmieren lassen.

Viele von ihnen besitzen interessante Fähigkeiten. Einige können mit unterschiedlichen Erfassungs und Kommunikationsmodulen ausgestattet werden teilweise auch nachträglich. Ein verbreitetes Betriebssystem ist Windows Mobile/CE. Andere Geräte besitzen ein proprietäres oder gar kein Betriebssystem. Hierbei ergibt sich oft das Problem, dass die vom Hersteller geschaffenen bzw. dokumentierten Schnittstellen hin und wieder nicht die Funktionalität erlauben, die in einem Projekt benötigt wird. Es besteht hier keine Möglichkeit, die Funktionalität selbst zu implementieren.

Weitere Probleme können sich ergeben, wenn man die mobilen Geräte in ein Gesamtsystem integrieren möchte. Von einigen Herstellern gibt es Serverkomponenten, die dann aber vielleicht gerade nicht in die eigene Architektur passen und die verwendeten Protokolle sind nicht immer dokumentiert.

Ein wesentlich schwerwiegender Faktor in meinen Augen ist jedoch, dass viele Geräte schlicht zu teuer sind, um sie in grossen Stückzahlen bei Projekten mit kleinen Budgets einzusetzen. Entweder der Funktionsumfang ist eingeschränkt oder man zahlt für ein Gerät deutlich über 1.000 Euro.

Schon längere Zeit stelle ich mir die Frage: Warum nicht selber machen?

Wie bereits erwähnt gibt es bereits eine Vielzahl von Herstellern und Geräten, die sich in diesem Markt tummeln und die ihrerseits Mannschaften von Entwicklern beschäftigen. Auch wenn ich schon (sehr gerne) mit embedded Systemen gearbeitet habe, ist meine Haupttätigkeit das Schreiben von Software. Deshalb ist eine kommerzielle Entwicklung nicht sinnvoll.

Allerdings gibt es bereits eine Vielzahl von interessanten “Open Platform” Projekten. Als Beispiele möchte ich hier oBiCo nennen. Aber auch im Bereich der ID Erfassung gibt es interessante offene Projekte, die sich mit dem eigentliche Erfassen beschäftigen. Hier ist OpenPCD ein bekanntes Projekt.

Was könnten die Ziele einer offenen Plattform für die ID Erfassung sein?

Einige Überlegungen hierzu:

  • Frei zugängliche (dokumentierte) Hardwareplattform
  • Frei zugängliche Softwarekomponenten, die sowohl auf der Hardware, als auch auf Server- oder Desktop-Systemen laufen (sofern für das Projekt erforderlich)
  • Modularität bzw. gut dokumentierte Hardwareschnittstellen, so dass einzelne Komponenten ausgetauscht werden können (Lese- oder Kommunikationsmodule)

Es könnte so eine Plattform entstehen, die dazu genutzt werden kann, mit Techniken zur ID Erfassung “herumzuspielen”, Dinge auszuprobieren. So könnte man beispielsweise die Frage untersuchen, ob WLAN, Bluetooth, Zigbee oder irgend eine vollkommen andere Technologie in einem bestimmten Anwendungsfall geeignet ist. Es ist beispielsweise nicht festgeschrieben, dass eine solche Lösung nur lesen können muss. Auch ein “Kartenemulator” wäre eine interessante Ergänzung.

Eine schwierige Frage ist, wie in allen “offenen” Projekten, die Frage nach der Kommerzialisierung. Es kann interessant werden, Ergebnisse auch kommerziell zu verwenden. Oder es werden Konfigurationen für interessierte Bastler angeboten. Dies sollte ebenfalls möglich sein. Es ist jedoch noch viel zu früh, diese Frage anzugehen.

Ich werde in der nächsten Zeit ein paar Überlegungen anstellen, wie eine solche Plattform aussehen könnte.

Was ist eure Meinung zu diesem Thema?